Geschichte der Feuerwehr Mitterteich

Die meisten Feuerwehren wurden im späten 19. Jahrhundert gegründet, so auch in Mitterteich. Erst wurde der Brandschutz durch eine Pflichtfeuerwehr sichergestellt, die dann aber durch die Freiwillige Feuerwehr mit der Zeit ersetzt wurde. Außerdem befindet sich in Mitterteich seit langer Zeit fast durchgehend zusätzlich eine Werksfeuerwehr (erst Porzellanfabrik, heute durch die Schott AG).

 

Die Zeit vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mitterteich

1503

Am Pfingstsonntag des Jahres 1503 während des Landshuter Erbfolgekrieges kamen plündernde feindliche Soldaten nach Mitterteich, die alles, was mitzunehmen war, aus den Häusern herausholten und die Leute so lang drangsalierten, bis sie auch das letzte Lebensmittel- und Wertsachenversteck preisgaben. Beim Abzug ließen die rücksichtslosen Horden noch den ganzen Markt in Flammen aufgehen. Zusammen mit Mitterteich erlitten benachbarte Orte wie Oberteich oder Münchenreuth das gleiche Schicksal.

 

1590

Kaum hatte man sich von der schlimmen Katastrophe von 1503 wieder einigermaßen erholt, da wurde der Ort schon wieder von einem schlimmen Brandunglück heimgesucht, und zwar im Jahre 1590. Mit Ausnahme von ein paar kleinen Häuslein brannte der ganze Markt samt Kirche, Rathaus, Schulhaus und Brauhaus nieder. Dieser Feuersbrunst fielen mehr als 90 Häuser zum Opfer und die Mitterteicher hatten erneut all ihre Habe verloren. Man stand wieder vor dem Nichts. Auf entsprechende Bitten der Mitterteicher griff der Pfalzgraf Friedrich ihnen mit dem Freiheitsbrief von 1593 kräftig unter die Arme: u. a. bestimmte er darin, dass die Ziegelbrennerei des Klosters Waldsassen Tausend Ziegel um einen halben Gulden billiger an die Mitterteicher abgeben solle. Der Pfalzgraf wollte mit dieser Vergünstigung die Mitterteicher offensichtlich anregen, ihre Häuser in Steinbauweise zu erstellen, aber sehr viel Gebrauch scheint davon nicht gemacht worden zu sein, wie spätere Brände bezeugen.

 

1631

Das nächste Unglück war vielleicht das schlimmste, dass die Mitterteicher traf; es war in der Neujahrsnacht von 1631 auf 32, als nach einem Verrat der Mitterteicher die Kaiserlichen Truppen den Ort einnahmen und von allen vier Enden her in Flammen aufgehen ließen. Aber die Mitterteicher brachten es mit ihrem zähen Fleiß fertig, auch die Folgen dieser verheerenden Katastrophe zu überwinden. In den folgenden Jahren blieb der Ort weitgehend von Bränden dieses umfassenden Ausmaßes verschont.

 

1739

Erwähnenswert ist ein Brand aus dem Jahre 1739 auf der Zeisenmühle (Amesmühle), wo mehrere Personen den Tod fanden.

 

1812

Am 12. Juli schlug mittags um 11 Uhr der Blitz beim Bartholomä Kutzer im Winkel ein und erschlug einen Ochsen. Das Feuer wurde mit Milch gelöscht (da es ein wildes Feuer war „das nur mit Milch gelöscht werden konnte.")

 

1828

Am 15. März entstand im Malzhaus ein Feuer; durch emsige Benützung der Feuereimer wurde der Brand bald gelöscht.

 

1851

Am 21. Mai, nachts um 9.30 Uhr ging im Stadel von Jakob Stingl (jetzt Stadtkämmerei) ein Brand aus; das Feuer griff so rasch um sich, daß innerhalb von 4 Stunden 10 Häuser mit Nebengebäuden und noch zusätzlich 2 Stadel in Schutt und Asche lagen. Beim Pfarrhof und beim Anwesen Summer am Oberen Markt konnte man schließlich den verheerenden Brand zum Stehen bringen.

19. Dezember. Entstehung dieses Brandes sollen Bauernkinder verursacht haben. Durch Niederreißen des Kraus'schen und des Semmelmichl-Hauses konnte man verhindern, dass der gesamte Winkel abbrannte.

 

1853

Eine noch schlimmere Brandkatastrophe traf die Mitterteicher am 3. Mai 1853: nachts kurz vor 10 Uhr brach im Stadel von Josef Mühlfenzl Feuer aus. Innerhalb von kürzester Zeit stand, begünstigt von einem Sturmwind, der ganze Obere Markt und die Häuser in der Bachgasse in hellen Flammen. Das Flammenmeer erstreckte sich bis zum Löwenwirt. Da die ganze Bachgasse brannte, war es der Tirschenreuther Feuerwehr unmöglich, zum Marktplatz zu gelangen. Erst nach dem Einreißen von einigen Häusern gelang es mit Hilfe der Waldsassener und Arzberger Löschmaschine, des Feuers Herr zu werden. Während es noch am Marktplatz brannte, gab es noch ein Feuer im Anwesen des Webers Michael Panzer, das aber von der Tirschenreuther Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht wurde, so dass hier nur ein Haus eingeäschert wurde.

Dem verheerenden Brand am Marktplatz und in der Bachgasse fielen nicht weniger als 52 Wohnhäuser und 87 Nebengebäude zum Opfer; darunter waren auch die drei Gasthäuser Lammswirt, Bärenwirt und Löwenwirt. 75 Familien waren obdachlos und hatten all ihr Hab und Gut verloren. Der Gesamtschaden belief sich auf 152100 Gulden.

In den umliegenden Orten wurde eine Spendenaktion für die Mitterteicher eingeleitet, wobei aus den Dörfern vor allem Futter für das gerettete Vieh kam; Geldspenden kamen bis aus München; persönliche Spenden trafen sogar von der königlichen Familie ein. Bemerkenswert ist, dass der Wiederaufbau unter dem Waldsassener Landrichter Desch und dem Mitterteicher Bürgermeister Zeus so energisch betrieben wurde, dass im folgenden Winter die Brandleider bis auf fünf schon wieder die Untergeschosse ihrer Häuser beziehen konnten. Freilich fiel dem raschen Aufbau der Gesichtspunkt der Denkmalpflege zum Opfer; das alte Mitterteich mit seinen reizvollen Giebeldächern war unwiederbringlich dahin.

 

1861

Am 6. Oktober 1861 brach im Bäckerlehrhaus (Hegen) ein Feuer aus; es war so heftig, dass auch noch drei benachbarte Anwesen mit allen Nebengebäuden in Schutt und Asche gelegt wurden.

 

1864

Am Neujahrstag 1864 gab es ein folgenschweres Brandunglück am Unteren Markt, dem nicht weniger als 17 Häuser mit Nebengebäuden zum Opfer fielen: von der jetzigen Apotheke über den Unteren Markt und die Vorstadt bis zum Anwesen Haberkorn im Winkl. Bei einem zweiten Brand im Jahre 1864 fielen sechzehn Häuser mit Nebengebäuden den Flammen zum Opfer und zwar im Bereich Winkl und Zanklgartenstraße.

 

1866                    

Am 3. März 1866 wurde ein großer Teil der rechten Seite der Vorstadt ein Raub des Feuers, das in den Gebäuden von Braumeister Bartlmä Oppl entstanden war; bei diesem Brand fanden unglücklicherweise auch die 5 Kinder der Bartlmä Oppl im Alter von 2 bis 19 Jahren den Tod.

In den Jahren bis 1885 gab es noch mehrere Brände im Bereich des Ortes, die alle mehr oder minder großen Schaden anrichteten. Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1885 trat dann eine entscheidende Wende zum Guten ein; die Brandbekämpfung wurde nun viel disziplinierter und damit auch effektiver.

Das Löschwesen stützte sich damals noch auf alle erwachsenen männlichen Bürger; aber mangelnde Ausbildung und mangelndes Gerät, das größtenteils nur aus Eimern bestand, führte bei den Brandfällen schnell zu einem Chaos und damit zu wenig wirksamer Brandbekämpfung.

Hier folgt ein Auszug aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Mitterteich von der Gründung bis zum heutigen Tage.

 

Geschichtliche Entwicklung

Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte es in Mitterteich mehrere verheerende Brände gegeben, bei denen neben großem Sachschaden auch Menschenleben zu beklagen waren. Das Löschwesen stützte sich damals noch auf alle Erwachsenen männlichen Bürger – aber mangelnde Ausbildung und mangelndes Gerät, das größtenteils nur aus Eimern bestand, führten bei den Brandfällen schnell zu einem Chaos und damit zu wenig wirksamer Brandbekämpfung. Im Jahre 1876 wurde auf Anweisung des Bezirksamtes eine Pflichtfeuerwehr in Mitterteich aufgestellt. Die Leitung dieser Pflichtfeuerwehr hatte damals der Mauermeister Engelbert Franz. Alle Männer über 18 Jahre wurden dazu herangezogen.

Da zwischen 1865 und 1880, Mitterteich von keinen größeren Brandkatastrophen heimgesucht wurde, kam man wohl in Mitterteich vergleichsweise spät auf den Gedanken eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen, obwohl andere Städte und sogar kleinere Orte und Dörfer bereits eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen hatten.

Anfang der 1880er Jahre kam es nun zu ersten Vorgesprächen über die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr, die aber zunächst, aus welchen Gründen auch immer, keinen Erfolg hatten. Erst Anfang 1885, als der Vorstand des damaligen Burschenvereins „Concordia“ die Sache in die Hand nahm, gelang es, nach mehreren vorhergegangenen Beratungen im Haus des Herrn Haas (heute Schwägerl, Bahnhofsstraße), aus dem Burschenverein „Concordia“ heraus, die neue Freiwillige Feuerwehr zu bilden.

Laut einem Dienstbuch für den Kommandanten (Bild) ist das Gründungsdatum der 6. September 1885. In diesem Dienstbuch werden auch folgende Mitglieder für den ersten Verwaltungsrat erwähnt:

 

Vorstand Zwick Andreas
Hauptmann Schreiber Eduard
Adjutant Wiendl Karl
Kassier Lindner Johann
Zeugwart Kellner Georg
Zugführer Tretter Andreas
Zugführer Richtmann Josef

 

Dann folgt die Aufführung der Spritzenmannschaft.

 

Am 21.3.1886 wurde eine Bereitschaft für auswärtige Brände festgelegt:

Zugführer Tretter Andreas
Steiger Göhl Franz
Steiger Sturm Fraz

 

Spritzenmänner:

Diez Karl Zeitler Gottfried
Leiacker Franz Neumüller Simon

 

Auch eine Reserve für auswärtige Brände wurde 21.3.1886 festgelegt.

 

Es folgen einige Auszüge aus der Kommandostruktur. Eine „Instruktion für den Kommandanten bei auswärtigen Bränden expediert am 21.3.1886 angeführt“:

„Der Ortsabteilungsführer ist unmittelbarer Kommandant der ausgerückten Mannschaft, derselbe ist jedoch am Brandplatz dem Oberkommando untergeordnet. Er ist daher verantwortlich über die ihm anvertrauten Requisiten und alle sonstigen Vorkommnisse. Tritt der Fall ein, dass unsere Abteilung die Erste am Brandplatz ist, so hat der betreffende Kommandant das Oberkommando zu übernehmen, das Brandlöschgeschäft zu leiten, die eintreffenden Feuerwehren auf die notwendigen Punkte zu verteilen, an Bezirksamtmann oder dessen Stellvertreter Rapport zu erstatten über die anwesenden Feuerwehren. Überhaupt jede gewünschte Auskunft zu erteilen. Ferner hat er innerhalb drei Tagen an das Kommando Rapport zu erstatten über den Verlauf des Brandes, welche Feuerwehr das Oberkommando führte, wie viele und welche Feuerwehren erschienen, wie viele Häuser oder Firste, sind abgebrannt, wie ist das Feuer entstanden, welchen Anteil hat er bei der Löschung genommen und alle sonstigen Wahrnehmungen zu verzeichnen.“

„Bei ausgebrochenem Brande eilen sämtliche Mannschaften in das Requisitenhaus, nehmen die Spritze Nummer 2 mit einer Anzahl Feuereimer und begeben sich damit auf die Brandstätte. Die anwesenden Chargen haben Sorge zu tragen, dass sich die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr schnellstens mit Herbeischaffung von Wasser befasst, um für zum Pumpen der Spritze vorübergehend Leute der Pflichtfeuerwehr oder sonstige Anwesende zu benutzen.  Der Requisitenmeister und Rottenführer Zeitler begibt sich  mit der bestimmten Mannschaft und der Spritze Nummer 1 auf einen Aufstellpunkt zum Beischaffen von Wasser mittels Zubringer. Die im Requisitenhaus anwesenden Steiger haben die die Leiter und sonstige Löschgeräte auf den Brandplatz zu schaffen. Der Steigerzugführer begibt sich sofort auf den Brandplatz, um zu sehen, wie und wo die Leiter am Vorteilshaften postiert werden kann. Es soll, wenn dienlich, das Feuer mittels Schlauch, möglichst nass bekämpft werden.“

Zur persönlichen Ausrüstung, bzw. zur Anzugsordnung erfahren wir folgende Information:

"Der Anzug bei Bränden in Loco soll bei den Steigern bestehn aus – ihrer persönlichen Arbeitsmontur, es kann auch die Bluse angezogen, soll aber auch geschont werden und der vollständigen Ausrüstung der Spritzmannschaften sollen womöglich mit Helm, aber ohne Gurt und sonstige Abzeichen, wie Schnurr und dergleichen erscheinen. Zu auswärtigen Bränden rückt die Steigermannschaft mit Bluse und vollständiger Ausrüstung, die Chargen und Spritzenmannschaft mit Bluse, Helm, aber ohne Gurt und Schnüre aus. Die Signalpfeifen jedoch sind von den Steigern und Chargen zu tragen.“

 

Erster Einsatz der Wehr

 

Der erste Einsatz kam für die Freiwillige Feuerwehr Mitterteich am 28. Mai 1886. In der Nacht, um 22.00 Uhr entlud sich über unserer Gegend ein furchtbares Gewitter. Der Blitz schlug in Themenreuth, in die Scheune des Anwesens Zottmeier (Hausname: Baschel) ein. Der größte Teil der Feuerwehr versammelte sich schnellstens und 17 Mann begaben sich unter der Leitung von Steigzugführer Tretter mit der Spritze Nummer 2, die von Richtmann gefahren wurde, an die Brandstätte. Als die Feuerwehr in Themenreuth ankam, drohte der Brand soeben auf das Wohnhaus überzugreifen. Die Steiger drangen aber sofort über das Dach in das Gebäude ein und durch schnellen Einsatz der Spritze und des Schlauches konnte das Wohngebäude gerettet werden. Der mittlerweile abgebrannte Stadel wurde nur noch vollends ausgelöscht und um etwa 04.00 Uhr morgens traf die Mannschaft wieder in Mitterteich ein. Bei einem kritischen Rückblick auf diesen Brand kam man zu der Erkenntnis, dass einige organisatorische Verbesserungen dringend nötig seien:   

  1. „Es ist ein Fuhrwerksbesitzer zum Einspannen zu bestimmen.

  2. Bei Auswärtigen, sowie auch bei Bränden in Loco können sowohl die Steiger als Spritzenmänner ihre gewöhnliche Arbeitsmontur tragen.

  3. Es ist an mehrere Chargierte eine Laterne abzugeben.

  4. Bei nächtlichen heftigen Gewittern hat sich die gesamte Feuerwehr in ihren Wohnungen in Bereitschaft zu halten.“

 

Es folgen nun Auszüge aus der Chronik vom Vereinswesen 1885 - 1899. (Brände werden separat aufgeführt.)

 

1887

 

24. April

Erste größere Übung – angenommen Brand im Haus des Herrn Johann Lindner – Übergreifen des Feuers auf das Anwesen August Oppl (Zeusenlehner) – Ausbreitung soll verhindert werden. Dabei war die III. Rotte der Pflichtfeuerwehr (die es also noch gab). Spritze 2 nahm am Brandplatz Stellung und Spritze 1 am Bach unterhalb des Heurangs. In drei Minuten schaffte es man das Wasser hoch zu pumpen. Dabei waren dreißig Mann im Einsatz und abwechslungsweise und wirkungsvoll mit der Hand zu pumpen.

 

8.Mai

Besuch von Prinzregent Luitpold in unsrer Gegend. Zur Begrüßung begab sich die Freiwillige Feuerwehr nach Großschlattengrün unter der Führung des Kommandanten. Nach Wiederankunft in Mitterteich wurde am Marktplatz vom Vorstand des Gesangsvereins, Herrn Enders, eine kurze Ansprache gehalten und anschließend ein „Hoch“ auf seine Königliche Hoheit ausgebracht; man sang die Nationalhymne.

 

1888

Der Mannschaftsbestand der Feuerwehr zeigte seit der Gründung eine stetige Aufwärtsentwicklung; so hatte sie bereits im dritten Jahr ihres Bestehens 70 Mitglieder und 1890 konnte deren Zahl bereits die 100 überschreiten.

 

22. Januar

Gab es eine ordentliche Neuwahl, aus der im Wesentlichen die bisherige Vorstandschaft wieder hervorging; neu hinzu kam als Adjutant und Zugführer Hans Zehentner; nicht mehr bestätigt wurden in ihren Ämtern Wiendl Karl und Richtmann Josef. Auf Anregung der Sterbekasse des bayrischen Landesfeuerwehrverbandes bildete sich auch in Mitterteich ein entsprechender Ortsverein.

 

4. März

Bei der Vorstandswahl ging Edmund Schreiber als Ortskassier und Georg Kellner als Ersatzmann hervor, beteiligt haben sich 14 Mann an dieser Wahl.

Im gleichen Jahr  fanden mehrere Inspektionen der Mitterteicher Wehr durch übergeordnete Stellen statt. Dabei wurden gute Dienstauffassung, hervorragender Ausbildungsstand und passende Ausrüstung attestiert. Wie es sich für eine gute Inspektion gehört, wurden auch gute Verbesserungsvorschläge gemacht.

 

9. September

Feuerwehr durch Bezirksstellvertreter Pfreimder in Tirschenreuth inspiziert.

 

1889

20. Januar

Es fand eine Generalversammlung statt, wobei die Vorstandschaft und Verwaltungsratsmitglieder auf die Dauer von drei Jahren gewählt wurden.

 

10. Juni

weilte der Herr Staatsrat und Regierungspräsident Dr. von Ziegler in Mitterteich zu Besuch. Die Freiwillige Feuerwehr hatte die Organisation der ganzen Feier inne und beteiligte sich am Lampionzug.

 

24. Juni

erhält die Feuerwehr eine neue Löschmaschine. Die Feuerwehr nahm beim Requisitenhaus Aufstellung und marschierte unter den Klängen der Feuerwehrmusik zum Bahnhof und nahm dort die neue Löschmaschine in Empfang. Diese wurde gleich beim Röhrenkasten am Rathaus ausprobiert. Der Abschluss des Festes fand im Vereinslokal bei Wiendl statt.

 

1890

 

16. September

nach einen Brand in Groppenheim merkte man bei der Ankunft im Mitterteich, dass die Spritze stark beschädigt war. Aufgrund der leichten Bauart und wahrscheinlich infolge von Überladung mit der Mannschaft, wurde die neue Spritze beschädigt. Sie wurde gründlichst repariert und es wurde bestimmt, dass die Spritze von nun an mit acht Mann einschließlich Kutscher fahren durfte.

 

1891

 

31. Juli

Bezirksamtmann war zufällig in Mitterteich, als es in Konnersreuth brannte. Bei diesem Brand war schlimmster Wassermangel bemerkbar und so musste mit Jauche gelöscht werden. Bezirksamtmann veranlasste zusätzlich noch, die Spritze 3 mit 20 Mann und dem Kommando von Adjutant Zehenter auszurücken. Diese wurde aber nicht mehr eingesetzt. Bei diesem Brand war die Mitterteicher Wehr die Erste am Brandplatz.

 

Die Zeit bis 1900